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Volkstrauertag - Ein Tag, an dem ein Volk trauert

Volkstrauertag

Der Volkstrauertag war schon immer ein Gedenktag zur Mahnung gegen Krieg und Gewalt. An diesem Tag wird aller Toten der beiden Weltkriege gedacht. Auch die Freiwillige Feuerwehr Dietelskirchen hat an diesem Tag in besonderer Weise ihrer toten Kameraden gedacht. Der Festakt begann mit einem Gottesdienst den Pfarrer Cyril Cunha zelebrierte.

Vertreter der Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Feierstunde im Gotteshaus und am Kriegerdenkmal teil.

 

„Krieg ist grausam.“

Mit diesen Worten, begrüßte Bürgermeister Konrad Hartshauser die Anwesenden am Kriegerdenkmal und bedankte sich, dass viele gekommen waren, um der vielen Frauen, Männer und Kinder aus unserem Land und vielen anderen Ländern zu gedenken, die Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind.

Vor ein paar Tagen jährte sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. In dieser „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ mit seinen mörderischen „Ausblutungsschlachten“ fanden fast 10 Millionen Soldaten einen grausamen Tod, weitere 20 Millionen wurden verwundet. Ganze Landstriche wurden verwüstet – von Granaten zerklüftet, durch Giftgas verseucht. Namen wie Verdun, Ypern, Tannenberg oder die Somme stehen für ein bis dahin beispielloses Massensterben. Die Anzahl der zivilen Opfer wurde auf weitere sieben Millionen geschätzt. Diese Zahlen machen an sich schon sprachlos, obwohl Zahlen nicht im geringsten das Leid, das dahinter steht beschreiben.

Aber nur rund 25 Jahre später wurden die Zahlen der Toten und Verletzten erheblich übertroffen. Der 2. Weltkrieg forderte rund 60 bis 70 Millionen Tote. Eine unvorstellbare Zahl. Die Stadt Landshut hat zur Zeit 72 000 Einwohner; die Zahl der Toten im zweiten Weltkrieg entspricht somit rund 930 mal der Bevölkerung Landshut erklärte Hartshauser.

Mit zeitlichem Abstand kann man sich das Leid, die Schmerzen und die Tragödien, die sich hinter den Zahlen verbergen nicht mehr so vorstellen.

Und es werde uns täglich von den Medien vorgeführt; wir werden von Meldungen überhäuft, die sich mit Krieg, bewaffneten Konflikten, Terror, Gewalt, Vertreibung, Flucht und sonstigen Grausamkeiten beschäftigen.

 

Die Menschheit hat aus der Geschichte nicht wirklich gelernt, daher ist der Volkstrauertag wichtiger denn je.

 

Der Volkstrauertag solle uns zum einen immer wieder ermahnen, vergangenes Unrecht und Leid nicht zu vergessen, zum anderen aber immer wieder vor Augen führen, dass auch unsere Zeit von Hass und Gewalt, von Krieg und Terror geprägt sind.

Er solle auch Anstoß sein, den Opfern von Krieg und Terror zu gedenken zum anderen uns aber auch aufrütteln, Krieg und Terror, Hass und ideologischer Verblendung mit allen Mitteln entgegenzutreten. Das Ziel einer friedlicheren und gewaltfreieren Welt könnten wir nur gemeinsam erreichen.

Bürgermeister Hartshauser erinnerte nochmals aller, die auf den Schlachtfeldern ihr Leben ließen, die in Gefangenschaft gerieten und nicht mehr heimkehrten.

Der Menschen, die Opfer der Diktatur wurden, wegen ihrer politischen oder religiösen Überzeugung oder nur, weil sie einer anderen Rasse angehörten.

Der Toten, die bei Flucht und Vertreibung ihr Leben ließen, der Opfer der Kriege in Deutschland und in aller Welt, und denen die Widerstand leisteten und ihre Courage mit dem Leben bezahlten.

Und derer, die momentan irgendwo auf der Welt Opfer von Krieg und Hass werden.

Er bedankte sich für die Aufmerksamkeit und legte als äußeres Zeichen der Ehrerbietung im Namen der Gemeinde Kröning einen Kranz nieder.

 

Die Fahnen senkten sich und die Anwesenden gedachten in einer Schweigeminute der Gefallenen und Vermissten dazu spielten die Koabläser das Lied vom guten Kameraden.

 

 

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