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Waldbesitzer aus Kenia besuchen Sägewerk

Steiner Gruppe
Den interessierten Waldbesitzer/innen wurde die Produktion und Holzverarbeitung erläutert.

Gerzen. Vor kurzem besuchte eine 10 köpfige Delegation von Privatwaldbesitzern aus Kenia unter Führung von Lorenz Freiherr Klein von Wisenberg das Sägewerk Steiner in Gerzen. Dieser Besuch war Teil einer einwöchigen Studienreise im Rahmen eines Entwicklungsprojektes des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für die Unterstützung einer nachhaltigen Forstwirtschaft im Privatwald in Kenia. Die Waldbesitzer- und Waldbesitzerinnen aus Afrika hatten sich bereits über die erwerbsorientierte Forstwirtschaft in Privatwäldern im Bereich der Waldbesitzervereinigungen Wolfratshausen und Westallgäu sowie über die Bewirtschaftung von Gebirgswäldern bei der Privatwaldgemeinschaft Oberammergau erkundigt. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen neben waldbaulichen und vermarktungstechnischen Fragen auch die Strukturen und die Organisation von Selbsthilfeeinrichtungen im Privatwald. Besonders die tagtäglichen Herausforderungen für Waldbesitzervereinigungen bzw. Forstbetriebsgemeinschaften in einer sich wandelnden Gesellschaft wie auch im Kontext des voranschreitenden Klimawandel fanden großes Interesse. Hier wurden viele Gemeinsamkeiten erkannt.

 

Um aber auch einen Eindruck über die Weiterverarbeitung des im Wald produzierten Holzes zu bekommen, besichtigten die Damen und Herren das familiengeführte Sägewerk Steiner. Die Reisegruppe wurde mit einer überwältigenden Herzlichkeit in Mitten von gestapelten Brettern und Balken mit Kaffee und kleinen Häppchen von der Großfamilie Steiner empfangen. Nach einleitenden Worten zur Geschichte des Sägewerkes durch Franz Steiner konnten die afrikanischen Waldbesitzer das Sägewerk während des laufenden Betriebes besichtigen. Der hohe Mechanisierungsgrad der Einschnitt- und Verarbeitungsprozesse, deren reibungsloser Ablauf sowie die 100% Weiterverwendung der Sägeresthölzer als Energieträger war den Besuchern weitestgehend neu. Der Eigentümer erläuterte in anschaulicher Weise alle Betriebsabläufe bis hin zum getrockneten Brett.

 

In einer sich immer mehr zu Großsägewerken konzentrierenden Sägewerkslandschaft kann ein mittelständiger Familienbetrieb sich nur durch Flexibilität und Bereitstellen von kundenorientierten Schnittholzsortimenten als Nischenprodukte behaupten. Auch eine langjährige Partnerschaft mit Schnittholzkunden wie auch mit dem Waldbesitz, so Franz Steiner, ist Grant für eine erfolgreiche Unternehmung. Besonders die generationenübergreifende und sichtlich von Passion geprägte Mitarbeit der Familie bis hin zum Enkel hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern. Die in Bayern gewonnenen Erkenntnisse hofft man in Kenia angehen und umsetzen zu können.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Steiner Produktion

 

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