Das baurechtliche Verfahren - Bauberatung

Grundsätzlich unterscheidet das Baugesetzbuch (BauGB) zwischen Bauvorhaben im Außenbereich und Bauen in bebauten Ortsteilen.

 

Auf den folgenden Seiten können wir Ihnen nur die wichtigsten Bestimmungen und gängigsten Stichworte nennen. Informieren Sie sich deshalb möglichst frühzeitig bei einem Architekten bzw. Bauvorlageberechtigten.

 

Je nach Vorhaben benötigen Sie bestimmte Anträge und Unterlagen. Die folgende Liste auf dieser Seite führt alle möglichen Antragsverfahren auf. Auf den jeweiligen Folgeseiten finden Sie auch einen Link zu den Formularen im pdf-Format zum Ausfüllen:

 

  • Vorbescheid
  • Bauantrag
  • Antrag auf Genehmigungsfreistellung
  • Abbruchanzeige
  • Nutzungsänderung
  • Abgrabungsanzeige

 

Welche bauliche Maßnahmen keiner Genehmigung bedürfen, erfahren Sie hier.

 

Ausnahmen von der Genehmigungpflicht 

Keiner Genehmigung bedürfen die Errichtung und Änderung

 

folgender Gebäude: 

  • Gebäude ohne Feuerungsanlagen mit einem umbauten Raum bis zu 75 m³, außer im Außenbereich 
  • Garagen und überdachte Stellplätze im Sinn des Art. 7 Abs. 4, die nicht im Außenbereich liegen

 

folgender Feuerungs- und anderer Energieerzeugungsanlagen: 

  • Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen in der Dachfläche, in der Fassade oder auf Flachdächern, im übrigen bis zu einer Fläche von 9 m²

 

folgender Leitungen und Anlagen für Lüftung, Wasser- und Energieversorgung sowie Abwasserbeseitigung:

 

  • Kleinkläranlagen, die für einen durchschnittlichen Anfall häuslicher Abwässer bis zu 8 m³/Tag bemessen sind

 

folgender Behälter:

 

  • ortsfeste Behälter für Flüssiggas mit einem Fassungsvermögen von weniger als 3 t
  • Gülle- und Jauchebehälter und -gruben mit einem Rauminhalt bis zu 50 m³ und einer Höhe bis zu 3 m 

 

folgender Mauern und Einfriedungen:

 

  • Mauern und Einfriedungen, außer im Außenbereich, im Kreuzungs- oder Einmündungsbereich öffentlicher Verkehrsflächen mit einer Höhe bis zu 1 m, im übrigen mit einer Höhe bis zu 1,80 m 
  • offene, sockellose Einfriedungen im Außenbereich, soweit sie einem bestimmten privilegierten Zweck dienen 
  • Sichtschutzzäune und Terrassentrennwände zwischen Doppelhäusern und den Gebäuden von Hausgruppen bis zu einer Höhe von 2 m und einer Tiefe von 4 m

 

Aufschüttungen:

 

  • mit einer Grundfläche bis zu 500 m² und mit einer Höhe bis zu 2 m

 

folgender baulicher Anlagen in Gärten und zur Freizeitgestaltung:

 

  • Schwimmbecken mit einem Beckeninhalt bis zu 100 m³, außer im Außenbereich

 

folgender tragender und nichttragender Bauteile:

 

  • Fenster und Türen und die dafür bestimmten Öffnungen in Gebäuden, soweit diese nicht gewerblichen Zwecken dienen 
  • in der Dachfläche liegende Fenster 
  • Verkleidungen und Verblendungen

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