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Die Entstehung der Gemeinde Schalkham


Wappenbeschreibung

Das einstige Königsgut der Karolinger aus dem 9. Jh., die  „Barschalkensiedlung“ Schalkham („die Königsfreien“), an der Salzstraße entlang der großen Vils gelegen, gab der heutigen Gemeinde ihren Namen.
Obwohl die umliegenden Orte wie Leberskirchen, Johannesbrunn und Untertinsbach im Laufe der Jahrhundertwende zur Herrschaftssitzen aufstiegen und das „Fünf-Anwesen-Dorf“ an der Einwohnerzahl bald weit übertrafen, so blieb dennoch der geschichtsträchtige Name bestimmend: im Mittelalter als Obermannschaft, dann als Steuerdistrikt und ab der 2. Gemeindereform 1948 als Gemeindename.
Bei der letzten Gebietsreform 1972 mit knapper Not der Eingemeindung entgangen, bildet Schalkham heute eine Verwaltungsgemeinschaft und einen Schulverband mit der Nachbargemeinde Gerzen.

Schalkham ist eine Gemeinde mit überwiegend ländlichem Charakter, es gibt keine Industriebetriebe, nur wenige handwerkliche Familienbetriebe. Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft.
Mit 44 Einwohnern pro qkm hat Schalkham eine extrem niedrige Siedlungsdichte, die sich jedoch positiv auf die Natur und Landschaft auswirkt.
So hat 1984 der Landkreis Landshut im Vilstal eine größere Wiesenfläche erworben und als Schutzgebiet ausgewiesen, wo u. a. dem großen Brachvogel noch eine seiner letzten Brutstätten gesichert wird.

Zur Gemeinde Schalkham gehören - fast unverändert wie bei der ersten Gemeindereform 1803 - 7 Dörfer, 5 Weiler und 26 Einöden.
Der Größe nach sind dies Johannesbrunn, Leberskirchen, Untertinsbach, Westerskirchen, Gunterdorf, Allersbach und Möllersdorf.
Die Einwohnerzahlen entwickeln sich seit Jahrzehnten rückläufig. Waren es 1950 noch über 1.300, so sank die Zahl infolge der “Landflucht“ ab und auf ca. 800 und pendelt derzeit bei etwa 1.000.

In der größten Ortschaft Johannesbrunn, wirkte seit über 100 Jahren der Orden der Barmherzigen Brüder zum Sengen aller Mitbürger.
Im Jahre 1970 erwarb der Freistaat Bayern den Klosterkomplex und belegte ihn mit zeitweise über 200 Asylbewerbern aus aller Welt.
den 170 Einwohnern der Ortschaft stehen somit ebenso viele Ausländer gegenüber, die auch alle Probleme der Dritten Welt mitten  in unsere Heimat tragen.

Es ist zu hoffen, dass die 1.000-jährige Geschichte unserer Gemeinde auch diese Belastung ohne bleibende Schäden zu überstehen vermag.

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