| Das Kloster und Versorgungsheim der Barmherzigen Brüder in Johannesbrunn schloß seine Pforten im Jahre 1967. Die noch verbliebenen sechs Fratres und die Pfleglinge wurden in die Klöster Algasing, Attel und Reichenbach verlegt.
Um für die Ausstellung "Ohne Kloster is` nimma Johannesbrunn" ein Ordenskleid der Barmherzigen Brüder zu erhalten, nahmen der Arbeitskreis Geschichte, Kontakt mit dem Prior des Klosters in Algasing auf. Dadurch wurde bekannt, daß noch einige ehemalige Johannesbrunner Pfleglinge in Algasing leben.
Prior Erhard Hillebrand und diese Pfleglinge wurden zu dieser Ausstellung in Johannesbrunn eingeladen.
 Ankunft der ehemaligen Johannesbrunner Pfleglingen und Pater Prior
Am 20. April 2002 traf mit einem Kleinbus Prior Erhard Hillebrand mit sieben ehemaligen Pfleglingen und zwei Betreuerinnen in Johannesbrunn ein. Insgesamt leben derzeit noch dreizehn ehemalige Pfleglinge in Algasing. Für die sieben Pfleglinge muß es eine Rückkehr in die Vergangenheit gewesen sein, als sie nach 35 Jahren wieder die Eingangspforte des ehemaligen Klosters überschritten um das Erdgeschoß des Südflügels zu besichtigen. Obwohl nicht alle Räume des Erdgeschosses, wie zum Beispiel das Refektorium, damals von den Pfleglingen betreten werden durften, so tauchten doch wieder viele Erinnerungen auf. So hatte ein Pflegling über mehrere Jahre in der Küche gearbeitet und konnte vieles darüber berichten.
An die Klosterapotheke und das von Frater Sabinus geführte Behandlungszimmer konnten sich noch fast alle sehr gut erinnern.

Auch bei den ehemaligen Pfleglingen tauchten immer wieder Fragen über den schlechten Zustand der Räume und die künftige Verwendung des Klosters auf.

Viele Erinnerungen und Geschichten wurden ausgetauscht Vor allem durch das Bildmaterial der Ausstellung und die Gegenstände aus dem ehemaligen Kloster fielen den Pfleglingen längst vergessene Erlebnisse und Begebenheiten wieder ein. In kleinen Gruppen wurden an den Schautafeln Erinnerungen ausgetauscht und Anektoden erzählt.

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