| Vorstellung der Vorplanung
Anhand von Beamer-Präsentationen wird die chronologische Planentwicklung betreffend die Sanierung der Hofmark vorgestellt. Daneben hat das Architekturbüro Bichler aus Gangkofen auch ein Rohmodell der Hofmark auf Basis der neuesten Entwurfsplanung vorgestellt.
Die Entwicklung der Planungen wird im Einzelnen kurz erläutert bis hin zum jetzigen vorläufigen Endstand. Hinsichtlich der Gesamtsituation ist eine Verbesserung des Erscheinungsbildes, der Oberflächenbeläge, sowie der räumlichen Struktur angedacht.

Das nachzu perfekte Seiten-/Längenverhältnis der Hofmark - 1:4 lt. Herrn Bichler ein sehr günstiges Seitenverhältnis - lässt künftig eine sehr positive Erscheinung erwarten.

Es gelte das Kriegerdenkmal, nachdem sich für eine Verlegung desselben wohl keine Mehrheit finden lässt, an exponierter Stelle herauszuheben und zu befreien von umparkenden Autos oder Beschilderung und dergleichen mehr.

Aufgrund der großzügigen Breite bietet es sich an, einen verkehrsberuhigten langgestreckten Innenbereich anzulegen, durch den - eventuell - oberflächlich das bei der Kirche zu fassende Quellwasser abgeleitet werden könnte.

Dieses wiederum würde im südöstlichen Teil in einen Brunnen münden, der sich sogar hinsichtlich des Wasserlaufes bis zum Schlossvorplatz weiter erstrecken könnte.


Die Nutzung dieser Flächen ist vielschichtig denkbar, vom Flohmarkt, Bauernmarkt und Adventsmarkt angefangen bis hin zu Bürgerfesten und dergleichen mehr. Vorteil dieser Planung ist, dass sie grundsätzlich höhengleich ausgeführt wird d.h., dass keine Stolperschwellen zwischen Gehwegen und Parkbuchten und dergleichen notwendig sind. Die Gehwegsbereiche an sich sind deutlich verbreitert zu Gunsten einer u.U. auch geschäftlichen Nutzung.

Im nördlichen Teil der Hofmark wurde die Plateaubildung zurückgedrängt zu Gunsten einer ca. 3 m breiten, vor der Häuserfront gelegenen ebenen Fläche, die mittels Abtreppungen den Hofmarkplatz aufgreift.
Die Parkplatzsituation erscheint auch trotz dieser Umplanung entspannt da es sich abzeichnet, dass in unmittelbarer Nähe Hofmark Parkplatzflächen geschaffen werden könnten.
 Die Variante1 sieht Parkmöglichkeiten auf dem Freigelände bei der Bank mit 26 Stellplätzen vor.
 Die Variante 2 sieht Parkmöglichkeiten mit 63 Stellplätzen auf dem Freigelände Fl.Nr. 696/4 vor.
Sogenannte Dauerparker könnten auf diesen alternativen Parkplatz ausweichen, vor allem auch deswegen, weil die vorhandenen Bushaltestellen dort angeordnet werden könnten.
Letzten Endes wird das Grundkonzept als solches für sehr gelungen empfunden. Es gehe heute nicht darum, einen Beschluss zur Absegnung dieser Vorplanungen zu fassen, sondern ein grundsätzliches Stimmungsbild aufzugreifen, um die Planungen auf dieser Basis auch weiter voranzutreiben.
Nächste Aufgabe werde es sein, so Bgm. Kaschel, diese Vorplanung, um Details ergänzt, im Rahmen einer Bürgerversammlung vorzustellen. Die Bürgerbeteiligung ist ein wichtiges Kriterium in diesem Zusammenhang.
Programm "Stadtumbau"
Herr Hoffmeister erläutert, dass die Regierung von Ndb. die Möglichkeit habe, Gerzen in ein weiteres, im Zusammenhang mit der Städtebauförderung stehendes Programm, einzugliedern. Dieses Programm wurde für strukturschwache Kommunen geschaffen, vor allem im Hinblick auf gebäudliche Leerstände.
Das hierzu notwendige "Gemeinderanking" weist aus, dass die Gemeinde Gerzen aufgrund der Arbeitsplatzsituation und der rückgehenden Einwohnerzahlen einen vorgeschobenen 5. Platz einnimmt.
Zusammen mit Architekt Bichler wurde eine potenielle Gebäudeliste erstellt, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Diese Liste wurde auch noch nicht mit den betroffenen Eigentümern besprochen, sondern dient lediglich als Grunlage für den heutigen event. zu fassenden Grundsatzbeschluss, diesem Programm beitreten zu wollen.
Seitens Bürgermeister und Verwaltung, so Herr Hoffmeister, werden z.Zt. alle Anstrengungen unternommen um irgendwelche Fördermittel im Rahmen der Städtebauförderung bereitzustellen. Dieses Programm kommt dabei sehr gelegen.
Der Gemeinderat beschließt, grundsätzlich einen Antrag an die Regierung von Ndb. zu richten, dem Programm "Stadtumbau" beizutreten. Die erste vorläufige Gebäudeliste ist diesbezüglich mit einzureichen unter allem Vorbehalt.
"Fassadenprogramm" Gerzen
Auch hierzu, so Bgm. Kaschel und Herr Hoffmeister, gebe es verschiedene Möglichkeiten. Grundsatz ist hierbei, dass nur die Gemeinde fördernde Stelle zu Gunsten der Privaten ist und die Fördermittel der Gemeinde wiederum seitens der Regierung bezuschusst werden könnten. Dies setzt den Erlass einer entsprechenden Satzung nach entsprechender Vorberatung voraus. Heute gehe es darum, in wieweit der Gemeinderat sich grundsätzlich einem Förderprogramm aufgeschlossen zeige.
Der Gemeinderat beschließt, grundsätzlich ein Förderprogramm "Fassaden" für die Hofmark anzudenken. Die Hofmark ist förderwürdig; 2 denkmalgeschützte Häuser befinden sich in unmittelbarem Bereich. Mehrere Fassaden bedürfen der Renovierung bzw. der Verbesserung. Die Gemeinde will hierfür Unterstützung leisten. In einer der nächsten Sitzungen ist ein Satzungsentwurf bzw. eine grundsätzliche Vorstellung des Programmes mit seinen Möglichkeiten vorzunehmen.
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