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| Waldarbeit traditionell oder "Wie meine Mam". |
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Am Ende eines Waldseniorentages stehen noch ein paar Senioren zum Diskutieren des Erlebten beieinander. Da werden sie vom Fahrer des Harvesters, Matthias M., mit dessen Erkenntnis konfrontiert: „Ihr kommt mir vor wie meine Mam: Den ganzen Winter hat sie die angefaulten Äpfel aus dem Keller geholt, ausgeschnitten und das noch Verwertbare gegessen oder verarbeitet. Die guten Äpfel hat sie im Keller gelassen und erst dann genommen, wenn sie angefault oder schrumpelig waren. Ihr macht es mit Euren Bäumen auch nicht anders: Die guten Bäume lasst Ihr stehen bis sie faul werden. Das Schlechte und das Mindere schneidet Ihr raus und macht Brennholz draus. Meine Mam hat so den ganzen Winter nichts von den guten Äpfeln gehabt. Und Ihr habt nichts von Eurem wertvollen Holz.“
Die Bemerkung des Harvesterfahrers macht die Waldsenioren nachdenklich. Dass sie waldbaulich einiges nachholen könnten, wurde ihnen während des Tages bewusst.
Johann Gaisbauer, Forstdirektor im Amt für Land- und Forstwirt-schaft im Landkreis Deggendorf, meint dazu verständnisvoll: „Landwirte mit Waldbesitz und private Waldbesitzer bewirtschaften ihre Wälder selten nach waldbaulichen Grundsätzen. Wo hätten sie es auch gelernt? Mit der Waldbauernschule in Kelheim auf dem Goldberg (Tel. 09441/6833-0, www.waldbauernschule.de) haben wir in Bayern einen Juwel forstwirtschaftlicher Fortbildung. Jedem Waldbesitzer kann der Besuch der Waldbauernschule empfohlen werden.“
Dieser Hinweis war für die Senioren am Ende des Waldtages be-ruhigender als die Meldung des Mitarbeiters der landwirtschaftli-chen Berufsgenossenschaft: „Meine Mam holt auch immer nur die angefaulten Äpfel aus dem Keller.“
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