| Für eine Einsatzübung der Gerzener Feuerwehr diente ein altes Wohnhaus in Gerzen. Über dreißig Feuerwehrmänner und – frauen bekämpften Hand in Hand den erdachten Brand und mussten aus dem verräucherten Gebäude drei verletzte Personen retten. Auch die Absicherung des Gebäudes und eine umfangreiche Straßensperrung mussten durchgeführt werden. Aufgrund eines technischen Defektes kam es zu einer Brandentwicklung im Erdgeschoß des Wohnhauses. Drei Personen, darunter ein Kind, wurden noch vermisst.
Gegen 19 Uhr erfolgte die Alarmierung über den Ausbruch eines Brandes in einem Wohnhaus. Nur kurze Zeit später trafen die Feuerwehren mit Blaulicht nacheinander an der Einsatzstelle ein. In der ersten Lagebesprechung gaben die beiden Kommandanten den Gruppenführern Anweisungen über das weitere Vorgehen. Anschließend übernahmen die Gruppenführer und Atemschutzbeauftragte ihre Aufgaben beziehungsweise ihre Brandabschnitte. Sofort begann man mit der Aufstellung der Atemschutztrupps, um mit der Suche nach den vermissten Personen beginnen zu können. Parallel hierzu bauten zwei Gruppen die Wasserversorgung von zwei Seiten auf und konnten so den Innenangriff und die Abschirmung der angrenzenden Gebäude sicherstellen. Während dessen machte sich der erste Atemschutztrupp auf die Suche nach den vermissten Personen im total verrauchten Gebäude. Außerdem hatten sie die Gefahren von mehreren Gasflaschen und simulierten Brandstellen zu melden und soweit wie möglich zu beheben. Der Austausch der einzelnen Atemschutztrupps funktionierte reibungslos und schnell wurden die ersten beiden vermissten Personen geborgen. Nach kurzer Absprache gelang es dem dritten Atemschutztrupp auch das sich unter der Treppe versteckende Kind zu retten. Zwischenzeitlich gelang des den übrigen Feuerwehrkräften sämtliche anliegende Gebäude zu schützen und den Brand unter Kontrolle zu bringen. Im Rahmen dieser Einsatzübung bekamen auch die Jungfeuerwehrfrauen und –männer die Möglichkeit einen realitätsnahen Löscheinsatz unter der Aufsicht des Jugendwartes Erwin Metzka mit durchzuführen.
Erster Kommandant Thomas Herrschmann bedankte sich bei den Teilnehmern für Ihren Einsatz und Ihre Arbeit, die sie an diesem Tage geleistet haben. Auch dankte er dem zweiten Kommandanten Dieter Amann und den Gruppenführern für die sehr gelungene Ausarbeitung und Vorbereitung der Übung. Kommandant Thomas Herrschmann zeigte sich sehr erfreut über die zahlreiche Beteiligung an der Übung und das gute Engagement. Es ist immer besser, wenn viele sich an einem Einsatz beteiligen, weil dann für alle Beteiligten mit viel weniger Aufwand rasch die Einsatzbereitschaft hergestellt werden kann, so Herrschmann. Er lobte die drei Atemschutzgruppen für den gut ausgeführten Einsatz und die gute Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander. Solche Übungen sind wichtig, um im Ernstfall entsprechend das trainierte ruhig und konzentriert abrufen zu können. Die mehrmals eingeübten Funktionen wurden rasch vollzogen. Auch die Verkehrsregelung habe bestens funktioniert.
Auch Bürgermeister Manfred Kaschel zeigte sich mit der Übung zufrieden, lobte die gute Zusammenarbeit und die ruhige und sichere Einsatzführung. Auch er dankte allen Feuerwehrmännern und -frauen für ihren Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.

Jungfeuerwehr im Löscheinsatz

Bergung der Verletzten |