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Krieger- und Reservistenkameradschaft besichtigte Bremen und Hamburg
Eine interessante 4-Tagesfahrt unternahm die Krieger- und Reservistenkameradschaft mit den Zielen Bremen, Bremerhaven und Hamburg im Norden der Bundesrepublik. Wieder einmal hatte die Vorstandschaft ein kulturell interessantes Programm zusammengestellt, das bei den Teilnehmern großen Zuspruch fand.

Zeitig brach man in Gerzen auf und die Reise führte über Regensburg, Nürnberg nach Fulda. Hier besichtigte man den Dom St. Salvator zu Fulda, der 1712 nach Plänen von Johann Dientzenhofer fertig gestellt wurde, sowie heute noch die bedeutendste Barockkirche Hessens und das Wahrzeichen der Bischofsstadt ist. Bis in das 11. Jahrhundert war die Basilika der größte Kirchenbau nördlich der Alpen. Der Innenraum des Doms ist hell und freundlich und erstrahlt nach aufwendigen Restaurationsarbeiten wieder im alten neuen Glanz. Im Kellergewölbe konnte man das Bonifatiusgrab ansehen. Weiter ging die Fahrt nach Celle bei Hannover. Bei einer Stadtbesichtigung konnte man in der Altstadt die über 500 liebevoll restaurierten, unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäuser bestaunen. Außerdem hatte man eine herrliche Aussicht nach einer Besteigung des 74,5 Meter hohen Turms der Stadtkirche über die gesamte Altstadt hinweg. Nach Ankunft in Bremen nutzen noch viele die Gelegenheit sich einen ersten Eindruck von der Altstadt zu machen.

Am zweiten Tag stand eine Stadtführung mit Rundfahrt in Bremen auf dem Programm. Bei der ausführlichen Stadtführung erfuhr man, dass Bremen eine sehr lange Geschichte und Tradition aufzuweisen hat. Inmitten der Bremer Altstadt, direkt am Marktplatz liegt das Bremer Rathaus. Der gotische Bau wurde 1405 bis 1409 errichtet. Die Hauptfassade des Rathauses beeindruckt im Stil der Weser-Renaissance. Das Bremer Rathaus gilt als repräsentativstes Bauwerk dieses Stils. Neben dem Rathaus ragt der „Bremer Roland“ das Wahrzeichen Bremens. Das Rathaus und der Roland gehören seit Juli 2004 zum UNESCO-Welterbe der Menschheit. Auch die Bremer Stadtmusikanten, der Marktplatz Westseite und der St. Petri Dom zählen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Beeindruckend waren auch die Böttcherstraße, wo rote Backsteinhäuser das Bild der kleinen engen Gasse bestimmen, sowie das Schnoorviertel, das älteste Viertel von Bremen mit romantischen Gassen und alten Bürgerhäusern aus dem 15. Jahrhundert. Am Nachmittag ging es dann nach Bremerhaven. Auf der Aussichtsplattform „SAIL City“ in 86 Meter Höhe hatte man einen unvergesslichen Panoramablick über die Seestadt Bremerhaven. Anschließend konnte man rund um die Hafenwelten das Schifffahrtmuseum, das Klimahaus, das Deutsche Auswandererhaus oder den „Zoo am Meer“ besuchen. Der "Alte Leuchtturm", auch "Loschenturm" genannt, ist der schönste Turm Bremerhavens. Auf der Rückfahrt nach Bremen fuhr man noch am Wattenmeer vorbei. Hier bestimmten Ebbe und Flut schon immer das Leben an der Küste.

Am Montagmorgen ging es dann nach Hamburg. Bei einer Zweistündigen Stadtrundfahrt bekamen die Teilnehmer die wichtigsten Informationen über die Stadt und die interessantesten Gebäude von Hamburg zu sehen. Hamburg, das 825 gegründet wurde, zählt zu den „grünsten“ Städten Europas und hat mit 2.700 Brücken wesentlich mehr als Venedig. Mit dem Bus ging es durch St. Pauli, vorbei am „Michel“, dem Hamburger Wahrzeichen, weiter zum Hamburger Park, Gänsemarkt, Jungfernsteg, Alsterpavillon, Hauptbahnhof und Einkaufsstrasse zum Rathaus. Hier konnten die Mitreisenden das märchenhafte Rathaus, welches im Neo-Renaissance-Stil errichtet wurde, sowie die venezianisch wirkenden Alsterarkaden und die größte innerstädtische und modernste Einkaufspassage Europas aus der Nähe zu Fuß betrachten. Weiter ging es über St. Nikolai, St. Katharina durch die Speicherstadt zum Hamburger Hafen. Am Nachmittag bei der Hafenrundfahrt musste man gleich einen Schauer von oben über sich ergehen lassen. Bei der Rundfahrt vermittelten die historische Speicherstadt, die Hamburger Elbbrücken, Containerterminals, die großen Docks von Blohm und Vos einen besonderen Eindruck der Größe dieser Stadt. Anschließend konnte man einen Spaziergang durch die Strassen der Reeperbahn, zum „Michel“ oder durch den Hafen machen. Auf der Rückfahrt nach Bremen machte man noch einen Abstecher durch das „Alte Land“ mit den zahlreichen Fachwerkbauten und gut erhaltenen alten Fachwerkhöfen mit Prunkpforten. Riesige Obstanbaugebiete befinden sich zwischen den einzelnen Ortschaften.

Am Dienstag nach dem Frühstück ging es dann über Hannover, Hildesheim am Harz entlang nach Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Quedlinburgs architektonisches Erbe steht seit 1994 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und macht die Stadt zu einem der größten Flächendenkmale in Deutschland. In der historischen Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen, verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen befinden sich 1.200 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Am Markt liegt das Renaissance-Rathaus mit der Roland-Statue. Anschließend ging die Rückfahrt über Halle, Gera nach Mödlareuth bei Hof. Hier konnte man noch ein Foto von der Deutsch-Deutschen Grenze, wie sie vor der Wende war, machen. Und so drohen sie weiter, die ehemaligen Grenzanlagen und Stacheldrahtzäune. Unübersehbar sind die beiden Beobachtungstürme, in denen bis 1989 die DDR-Grenzer jedes Hüsteln eines der 50 Einwohner in Mödlareuth/West belauerten.

Heute erinnern an diesem historischen Ort eine Gedenkstätte und ein Museum an die Geschichte der deutschen Teilung.

Nach einer gemütlichen Brotzeit ging es über Regensburg zurück nach Gerzen. Man war sich einig einen interessanten und informativen Ausflug unternommen zu haben.

Die Teilnehmer vor dem „Roland“ in Bremen

  

Ein Teil Deutsch-Deutscher Geschichte ist in Mödlareuth noch zu sehen

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