| Bei herrlichem Sommerwetter konnte erster Bürgermeister Manfred Kaschel seine Gäste zum offiziellen Spatenstich für die Sanierung der Hofmark in Gerzen begrüßen.
Gut 1,5 Millionen Euro investiert die Gemeinde Gerzen in diesem Jahr in die Sanierung des Hofmarkplatzes, hier in die Sanierung der Kanalleitungen und der Wasserversorgung, den Umbau der Straßenbeleuchtung, den Abbau der Niederspannungsfreileitungen sowie der Telekommunikationsfreileitungen. Auch die komplette Oberflächengestaltung soll bis Oktober diesen Jahres zum Abschluss gebracht werden.
Beinahe vollzählig folgten die Gäste der Einladung für den Spatenstich von ersten Bürgermeister Manfred Kaschel in die Hofmark nach Gerzen. In der oberen Hofmark haben die Arbeiten für den Unterbau der neuen Oberflächengestaltung zwar bereits begonnen, doch, so Bürgermeister Kaschel, habe man mit diesem Termin bewusst bis zum Volksfest in Gerzen gewartet, um die honorigen Gäste anschließend auch entsprechend bewirten zu können.
Manfred Kaschel betonte, dass mit dem Baubeginn in der Hofmark nun die jahrelangen Planungsarbeiten, Überlegungen, Kostenstudien und Beratungen im Gemeinderat ein Ende gefunden haben. Der Baubeginn erfolgte nun im März 2009 hinsichtlich der Kanalbauarbeiten zügig. Im unmittelbaren Anschluss daran wurden die Oberflächenplanungen fertig gestellt und ebenfalls ausgeschrieben. Mit Abschluss der Kanalbauarbeiten konnten, ebenfalls durch die Firma Breiteneicher, Vilsbiburg, die Arbeiten für die Oberflächengestaltung aufgenommen werden.
Ein Glücksfall, so Bürgermeister Kaschel, ist dabei, dass sich die beauftragte Firma in beiden Ausschreibungen, Kanal war seitens des Ingenieurbüros Preiss & Schuster und Oberflächengestaltung seitens des Architekten Bichler, gegen zahlreiche und namhafte Konkurrenz durchsetzen konnte.
Mit der Beauftragung einer Firma für beide Abschnitte gibt es auch hinsichtlich der Gewährleistungsfragen in der Zukunft keine Probleme. Der bisherige Baufortschritt, vor allem unfallfrei wie Manfred Kaschel betonte, lasse für das zeitgerechte Ende der Arbeiten große Hoffnungen wachsen. Auch die übrigen an der Umgestaltung beteiligten Firmen und Auftraggeber haben ihr Möglichstes dazu beigetragen, die zügige Abwicklung dieser Baumaßnahme zu ermöglichen. Besonders erwähnt seien hier der Wasserzweckverband, die E-ON Bayern mit dem Abbau der Niederspannungsoberleitungen und die Telekom mit dem Rückbau der Freileitungen. Ohne diese konzentrierte Aktion wäre eine zügige Umgestaltung nicht möglich, so Manfred Kaschel.
Selbstverständlich gebührt besondere Anerkennung der Regierung von Niederbayern, unter den Gästen vertreten durch Baudirektor Schaffelhofer und seine Kollegen Frau Abtmeier, die im Vorfeld der Planungen und der Zuwendungsbeantragung höchst aufmerksam die Entwicklung in Gerzen verfolgten und jederzeit mit Rat, Tat und Zuwendungsbescheiden zur Verfügung standen.
Für die jetzige Maßnahme liegt ein Bewilligungsbescheid vor, so dass der Haushalt der Gemeinde Gerzen mit einem ca. 60 prozentigen Zuschuss deutliche Entlastung finden wird.
Auch die Verlegung des Kriegerdenkmals, eine durchaus umstrittene Entscheidung des Gemeinderates, ist mittlerweile zumindest teilweise vollzogen. Das bestehende Denkmal wurde abgebaut und soll, hier verweist Bürgermeister Kaschel auf einvernehmliche Beratungen mit Herrn Pfarrer Speckbacher, an der Apsis der Kirche in Gerzen neu errichtet werden. Dieser Standort wurde aus insgesamt drei Alternativen, deutlich mehrheitlich, ausgewählt.
Baudirektor Thomas Schaffelhofer von der Regierung von Niederbayern begrüßte die Entwicklung zur Hofmarksanierung in Gerzen. Früher sei die Gemeinde im bayerischen Städtebauförderungsprogramm aufgenommen gewesen und habe ihre ersten Maßnahmen dort abgewickelt. Mit dem Wechsel in das Programm “Stadtumbau West“ des Bundes habe die Gemeinde Gerzen auch in weiterer Zukunft weit mehr Möglichkeiten den Ortskern und die Peripherie zu sanieren und gleichzeitig die Entwicklung der Gemeinde voranzutreiben. Vor allem der demographische Faktor, so Thomas Schaffelhofer, habe zur Aufnahme der Gemeinde Gerzen in dieses Programm geführt. Sinkende Einwohnerzahlen, immer älter werdende Bevölkerung und Leerstände im Gewerbeobjektbereich waren die tragenden Gründe, die Gemeinde Gerzen mit ihren knapp 2.000 Einwohnern in das Programm aufzunehmen. Die Regierung, so Schaffelhofer, werde auch weiterhin mit Rat und Tat und den notwendigen, unterstützenden Finanzmitteln bereitstehen um mitzuhelfen, die Gemeinde Gerzen voranzubringen.
Georg Wiesmeier von der beauftragten Firma Breiteneicher, hielt anschließend eine kleine Überraschung für ersten Bürgermeister Manfred Kaschel bereit. Neben den obligatorischen Spaten für einen Spatenstich stand auch ein Bagger bereit, mit dessen Hilfe Bürgermeister Kaschel ein Loch in die vorhandene Kiesschüttung graben musste. Zwar wichen die umstehenden Gäste sichtbar und deutlich zurück, gleichwohl meisterte Manfred Kaschel seine Aufgabe, natürlich mit fachkundiger Unterstützung, bravourös, so dass sich auch die übrigen Gäste anschließend zum offiziellen Spatenstich an den Bagger wagten. Anschließend lud Bürgermeister Kaschel die Gäste und den zahlreich vertretenen Gemeinderat zur Brotzeit in das Volksfestzelt ein.

Im Bagger erster Bürgermeister Manfred Kaschel, Architekt Gerhard Bichler, Ingenieur Guido Schuster, Georg Wiesmeier, Fa. Breiteneicher, zweiter Bürgermeister Georg Fischer, Baudirektor Thomas Schaffelhofer von der Regierung von Niederbayern, Geschäftsführerin Winkler der Firma Breiteneicher
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